Donnerstag, 4. Dezember 2014

Suesze Schiete


Liebe Menschen!
Heute dauert es nicht so lange. Ich möchte Euch meine kleine Kuriositätensammlung vorstellen. Wenn ich so durch die Stadt laufe, dann begegnen mir manchmal Dinge, die mich schmunzeln lassen. Bin ich geistesgegenwärtig genug, zücke ich schleunigst das Schlaufon und lichte es ab. Beginnen wir mit der jüngsten Kandidatin, der ich am Samstag im Schreibwarengeschäft begegnet bin. Sie ist der Grund, warum ich diese Anreihung den andern – sagen wir „höherwertigen“ – vorgezogen habe. Ich glaube sie spricht für sich selbst:

Es folgt der insiderigste:

Hier ist die Beschriftung der Reifen und, dass es eben ein Mountainbike ist, wichtig. Damit auch alle anderen außer BerserkerD (dem dieses Foto gewidmet ist) den Sinn verstehen: ein junger, stark nerdiger, japanischer Mann, der auf seinem All-Terrain-Fahrrad durch Japan kurbelt, sich dabei von Nebenjob zu Nebenjob hangelt und dabei attraktiven Damen begegnet, ist nämlich Gegenstand einer zweideutigen Zeichentrickserie namens „Golden Boy“, die ich noch zu Studienzeiten in Leipzig kennenlernen durfte. Solch ein Omen konnte kein Zufall sein!
Auf der überfüllten, AAAA-gerankten, Xiamen direkt vorgelagerten Tourismusinsel „Gulang-Ü“, fand ich dieses Schild und musste gleich an mein liebes Brüderchen denken:

Hatte ich zunächst nur einen Panikschuss als Ergebnis dieser hektischen Hänni-außer-Tasche-fummel-Momente, um die Ähnlichkeit des Logos eines chinesischen Automobilherstellers zum Logo der Sternenflotte zu dokumentieren, konnte ich nun aufklären um welche Marke es sich handelt: Chang‘an-Auto.

Wo wir schon bei Autos sind und beim Wagentreck zu den Sternen waren: use your booster!

Hey, you found a secret! Ihr erinnert Euch, dass ich von einem Haus, das auf der einen Bergspitze steht und einem Dampfer ähnelt, schrieb? Nun, die Neugier, was sich denn hinter bzw. unter dem Schlot befinde, trieb mich und die schöne Jensen den Berg hinauf und siehe da:

Auf verschlungenen Wegen fand sich dies verlassene Haus. Wir rätselten, wozu mag es benutzt worden sein? Andere Spaziergänger wussten die Antwort: ein ehemaliges Restaurant, das sich der lokale Hauptbeamte zusammen mit der Seilbahn hat hinstellen lassen. Wie schon der Name des Hauses hätte vermuten lassen, war ihm kein Erfolg beschieden und vermodert nun als Investitionsruine.
Zum Schluss noch zwei sprachliche Schmankerl.

Hier hat der Übersetzer wohl zu viel gewollt. Im chinesischen Original fehlt das Wort Nation, die Kombination aus ultimativ und -ismus zu einem passenden Nomen in Verbindung mit einem Paar Schuhe, bleibt allerdings gewiss eine Herausforderung.
Hach, schwieriges Thema, auch mein Vati wird nicht müde mich von Zeit zu Zeit auf die damit verbundenen prokreativen Implikationen hinzuweisen. Bin ja schon alt. Sicher noch nicht so alt wie einige aus dem „Gefolge“, dennoch die Frage stellt sich! Offenbar aber mehr noch meinen chinesischen Leidensgenossinnen. Die Siebenundzwanzigergrenze wurde schon auf Neunundzwanzig angehoben, ab da wird es aber unmöglich dem Druck der Familie auszuweichen, außerdem gehört es zum guten Ton! Nicht, geht nicht. Selbst, wenn man vom anderen Ufer ist! Zu großen Festen – wie ich im Chinesischunterricht erfahren habe – sind Tarnungspartner „mietbar“, doch löst das nicht die gerade dann akute, quälende, die Großeltern umtreibende Frage:
Bist Du schon verheiratet?

Ruf! An!

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